42 Tage Mac
Mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen, tatsächlich ist aber schon 42 Tage her, als ich das Gerät bekommen habe, auf dem ich diese Wörter schreibe. Die Rede ist natürlich von meinem liebsten neuen Spielzeug, meinem schwarzen Macbook und es wird nun Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.
Positives
Soviel vorweg: Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Teil, vielleicht nicht so begeistert, wie ich das bei anderen Geräten schonmal war, aber auf jeden Fall hoch zufrieden. Es gibt nur wenige Kritikpunkte, aber erst einmal ein paar positive Aspekte:
Tastatur
Anfangs war ich etwas skeptisch, wie sich dauerhaft auf der Tastatur tippen lässt. Laptoptastaturen waren nie mein Fall und die von Apple entworfene ist ja keine gewöhnliche Tastatur. Das erste Testtippen beim Mac Händler hat zumindest schonmal keinen schlechten Eindruck hinterlassen und auf Dauer hat sich herausgestellt, dass die Tastatur viel besser ist, als erwartet.
Nicht nur der Anschlag ist sehr angenehm, die Tasten sind auch erstaunlich leise, was gerade bei einem tragbaren Gerät, das vorwiegend im Zug aber auch in anderen Situationen, in denen jeglicher Lärm eher unerwünscht ist, eingesetzt wird, finde ich das wichtig.
Das Tastaturlayout ist typisch QWERTZ (mit den üblichen Apple-Zusätzen) und alle Tasten sind sehr gut zu erreichen. Kurz gesagt: Das tippen auf der Tastatur behindert einen nicht und erfüllt seinen Zweck, genauso wie es sein sollte.
Trackpad
Das Trackpad ist ein weiterer Knackpunkt, den ich bei Laptops nie gemocht habe. Bisher habe ich einfach noch keine Variante gefunden, die sich wirklich als halbwegs bequem und effektiv bedienbar herausgestellt hat. Das ging sogar soweit, das ich bei einigen Supportfällen in der Firma prinzipiell eine Maus mitgenommen haben, wenn ich wusste, das die hilfesuchende Person ein nicht stationären Rechner benutzte.
Beim Trackpad des Macbook ist es aber ganz anders. Ich mag dieses Pad! Das liegt zum einen an der Größe, zum anderen an der Sensitivität. Man muss sich nicht den Finger platt drücken um den Mauscursor damit bewegen zu können. Ein gaaaaanz sanftes streichen über das Pad genügt schon.
Außerdem mag ich die erweiterten Möglichkeiten des Pads, denn, obwohl nur eine Maustaste unterhalb des Pads vorgesehen ist, kann man einen Rechtsklick ganz einfach auf dem Pad bewerkstelligen, indem man einfach mit zwei Fingern darauf tippt. Auch der normale Klick ist durch einen leichten Tipp durchführbar. Und sogar scrollen kann man damit, indem man wieder zwei Finger nimmt und diese einfach einfach auf dem Pad in die gewünschte Richtung bewegt.
All diese Möglichkeiten, die im vorherigen Absatz beschrieben wurden funktionieren erst, nachdem man das Pad in den Systemeinstellungen entsprechend konfiguriert hat.
Display
Ja, es ist ein Glare Type Display verbaut und ich kenne bisher noch niemanden der sich wirklich zu diesen “Schminkspiegeln” bekannt hat. Ich persönlich habe zu wenig Erfahrung um wirklich sagen zu können, welche Displayart die Bessere ist, aber eigentlich konnte ich bisher noch keine Probleme mit der spiegelnden Oberfläche feststellen und das obwohl ich laut den Glare Type Kritikern einer Benutzergruppe zuzuordnen bin, die diese Bildschirmart auf jeden Fall meiden sollten, da ich wie gesagt das Gerät hauptsächlich im Zug (also bei wechselnden Lichtverhältnissen) und im Outdoor Einsatz betreibe.
Von den Farben und der Darstellungsqualität kann ich auch überhaupt nicht meckern, lediglich die Ausleuchtung ist nicht überall gleich, aber lediglich sichtbar, wenn der Hintergrund einfarbig ist.
Die Standardauflösung, und damit auch die maximale, liegt bei 1280x800. Normalerweise bin ich kein Fan solch großer Auflösungen, aber auch Mac OS handhabt das so, wie es sein sollte, die Schrift bleibt immer leserlich.
Lautstärke
Um es auf den Punkt zu bringen: Das Macbook ist der leiseste Computer den ich bisher betrieben habe.
Der Lüfter dreht in einem so leisen Modus, das man ihn wirklich kaum hört. Sobald die leisesten Umgebungsgeräusche vorhanden sind, wird der Lüfter übertönt. Gerade darüber bin ich wirklich froh, da ich mich in den letzten Monaten doch etwas zum Silent Fan entwickelt habe.
Ich hatte bisher lediglich zwei Situationen (wohlgemerkt, in 42 Tagen, bei häufiger Benutzung), in denen der Lüfter aufgedreht hat: Das eine mal als ich Neverball probiert habe und das andere mal, als das Gerät an einem heißen Tag mitten in der Sonne stand. Wenn solche Situationen eintreten, wird die Kühlung definitiv sehr laut und störend, aber das kommt kaum vor.
Akkuleistung
Auch hier fehlen mir etwas die Vergleichswerte, aber ich bin auf jeden Fall zufrieden mit der Laufzeit des Gerätes. Der Akku hält bei mir 3-4 Stunden im Normalbetrieb (=Texte schreiben, Videos schauen) und hat eine maximale Ladekapazität von cirka 5400 mAh. Nehme ich den Akku raus, weil ich das Gerät am Stromnetz betreibe, steht es immer noch halbwegs stabil, da habe ich schon schlimmere “Dreibeiner” erlebt.
Negatives
Auch hier etwas vorweg: Ja, es gibt ein paar negative Punkte, die mich an meinem Macbook stören. Diese mögen zahlreich wirken, es sind aber durch die Bank nur kleinere Dinge, die mir nicht so ganz gefallen.
Gehäuse
Ja, Black is beautiful
, definitiv. Vom aussehen her ist das Macbook, keine Frage, mehr als in Ordnung. Das Aussehen leidet aber durch den Benutzung sehr schnell, da man auf der Oberfläche wirklich jeden “Fingerdatscher” sieht. Das betrifft sowohl die Rückseite des Displays, als auch die Tastatur, eigentlich die gesamte Oberfläche des Gerätes.
Ob das mit der spiegelnden Oberfläche des weißen Macbook auch so sichtbar gewesen wäre, kann ich leider nicht beurteilen.
In jedem Fall empfehle ich den Kauf eines passenden Reinigungstuches, so das die Polier- und Säuberungszeit möglichst gering bleibt.
Temperatur
Der Laptop wird auf der Unterseite häufig verdammt heißt. Das kann sogar recht unangenehm warm werden, ich nehme an, dass das Gehäuse an der Stelle so um die 40-50 Grad ausstrahlt.
Keine angenehme Sache, da muss Apple einfach besser dran arbeiten.
WLAN
An der verbauten Airport Extreme Karte ist nichts auszusetzen. Lediglich die Treiber die dazu bereit gestellt werden ermöglichen keine Packet Injection , was für sicherheitsbewusste Anwender die ihr eigenes WLAN (oder das eines Kunden) auf Missbrauchbarkeit testen wollen eine nötige Voraussetzung ist. Da das Macbook über keinen Erweiterungsslot verfügt, wird es damit schwer WLANs und deren Verschlüsselung ausreichend durchzuchecken.
Apple Motion Sensor
Ja, es funktioniert tatsächlich. Leider scheint (laut diesem Link ) mein Macbook zu neu zu sein, da nur die x- und die z-Achse funktionieren, wobei doch gerade für Neverball die y-Achse wichtig wäre.
Weitere Fakten im Schnellmodus abgespult
Die Boxen sind okay und reichen aus um das Gerät an einem netten Abend mit Freunden als Jukebox zu missbrauchen.
13,3 Zoll sind völlig ausreichend für mich.
Das Gewicht ist im reinsten Sinne des Wortes tragbar. Als Schlepptop kann ich das Macbook also wirklich nicht bezeichnen.
Der Mini-DVI Ausgang funktioniert mit dem passenden Adapter ganz gut, so das die Urlaubsfotos mittels iPhoto zu einer sehr guten Slideshow am heimischen Fernseher gezeigt werden könne.
Ein paar Worte zur Bezugsquelle
Wie “berichtet”, wurde mir zuerst das weiße Modell von Gravis geliefert. Da ich im Webshop bestellt hatte, wurde mir gesagt, das der Telefonsupport mir in diesem Fall nicht helfen kann und ich doch eine E-Mail senden soll.
Erstaunlicherweise ist der E-Mail Support überraschend schnell gewesen und so hatte ich schon zwei Tage später das richtige Modell geliefert bekommen. Die Falschlieferung durfte ich nach dem Erhalt der korrekten Lieferung zurücksenden, das war kein Problem.
Zurückblickend kann ich also nicht über Gravis meckern, werde wieder dort bestellen, wenn ich Mac Hardware brauche.
Fazit nach den ersten 42 Tagen
Die Negativpunkte fallen nicht so sehr ins Gewicht, lediglich die Putzerei nervt.
Ich würde es wieder kaufen. 
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