Ich habe es ja leider zeitlich nicht gebacken bekommen, im Vorfeld auf die Probleme der strichcodebasierten Auszählungsmethode bei den letzten Wahlen in Bayern hinzuweisen, doch wenn ich jetzt im Nachhinein lese, das es wirklich so gekommen ist, wie vermutet, überlege ich mir ernsthaft, beim nächsten mal Wahlhelfer zu machen.
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In der Gemeinde Unterschleißheim etwa wurde einer SPD-Kandidatin auf dem Wahlzettel der gleiche Barcode zugeteilt, wie ihrem Konkurrenten von der CSU.
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Die Wahlhelfer waren mit der Bedienung des Systems vielfach überfordert: Die versprochene sorgfältige Überprüfung der Stimmenerfassung wurde in den meisten Fällen nicht durchgeführt.[…]
Ich fürchte zwar, dass ich mir dann nicht unbedingt Freunde mache, aber angesichts gerade des letzten Satzes, könnten die Auszähler wirklich jemanden mit technischen Wissen gebrauchen.
Besonders erschreckend ist vor allem noch dieses Statement:
In verschiedenen Gemeinden wurden die Computer, auf denen die Auszählsoftware lief, nicht nur von Wahlhelfern, sondern sogar von amtierenden Stadträten von zu Hause mitgebracht. Das Programm der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung Bayern (AKDB) wurde teilweise ohne jegliche Manipulationsicherung über das Internet an die Gemeinden verteilt. Das Login-Passwort für den Zugang zur Wahlkonfiguration war in mindestens einer Stadt auf „123456“ gesetzt und lag offen sichtbar im Wahllokal.