Aktion “Stoppt die Vorratsdatenspeicherung”

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Dienstag, 30. Oktober 2007 - 17:17

“Überwachung betrifft mich nicht” - Beispiel 1

Heute morgen bei der Lektüre meiner bevorzugten Zeitung (wird echt mal “Zeit” das ich mir mal eine totesHolzAusgabe kaufe) wieder mal fast ausgeflippt und die Auswanderungspapiere (gibts dafür Papiere?) beantragt.

Der Fall von Andrej H. geistert ja schon einige Tage durch die Blogosphäre (zum Beispiel beim Ravenhorst). Kurz zusammengefasst: Andrej H. wird verdächtigt Mitglied einer Terrorgruppe zu sein. Und deshalb werden alle zur Zeit zur Verfügung stehenden Überwachungsmassnahmen auf ihn angesetzt. Das Besondere daran: Seine Freundin schreibt in einem Weblog über das Leben mit der Überwachung.

Der heutige Artikel der Zeit mit dem Titel “Vom Leben als Terrorist” zeigte mir aber erst, wie komplett übertrieben die Reaktion des Staates ist. Ein paar Zitate:

„Ich glaube, dass meine Kinder mich davor gerettet haben, zusammenzubrechen“, erzählt Anne H. „Ich musste ja, als das BKA bei uns in der Wohnung stand und Andrej gefesselt auf dem Sofa saß, funktionieren. Was tut man, wenn man in so einer Situation die Anweisung bekommt, seine Kinder anzuziehen, mit Frühstück zu versorgen und aus der Wohnung zu schaffen? Man befolgt sie.“

Der Morgen, den Anne H. beschreibt, bedeutete das Ende ihres bisherigen Lebens. Fast 15 Stunden lang durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts die gemeinsame Wohnung, nahmen mehrere Computer, Papiere und ihren Lebensgefährten mit. Drei Wochen saß er anschließend im Gefängnis in Berlin-Moabit in Untersuchungshaft.

Anne H. nennt es ein Leben im Schaufenster: „Zu wissen, dass wenn ich im Schlafzimmer die Gardine aufziehe, gegenüber eine Kamera ist, die ich nicht sehen kann, und die mich im Bademantel aufnimmt.“

Ich fürchte das wird “Normalität”… (Smiley: sad)

Eingeordnet unter: 1984
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