Aktion “Stoppt die Vorratsdatenspeicherung”

Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
Dienstag, 30. Oktober 2007 - 17:28

“Überwachung betrifft mich nicht” - Beispiel 2

Noch krasser wird die Terrorangst im Fall von Omar und Kathrin. Beide sind frisch verheiratet und beide haben es gewagt ihre “Flitterwochen” ohne Auto zu machen. Das und ihr orientalisches Aussehen reichte den dortigen Behörden anscheinend um einen Sondereinsatzkommando-Einsatz mit 8 beteiligten Beamten zu fahren. Ich zitiere lieber, da ich mir nicht vorstellen kann, eine “interessantere” Beschreibung der Ereignisse schreiben zu können:

Omar rief unterdessen "Einen Augenblick, bitte" in Richtung Tür und schaute durch den Vorhang der vor der Glastür hing. "Polizei, bitte aufmachen" rief es von draußen. Omar schloss die Tür auf und öffnete die Tür, als die Polizei auch schon in das Haus stürmte. Omar hielt einen Arm vor die Tür mit der Bitte "Einen Augenblick, meine Frau zieht sich grade an". Ein großer Polizist in schusssicherer Kleidung drückte seinen Arm weg und ein älterer grauhaariger Herr (der befehlsführende Beamte) hielt Omar seine Dienstmarke vor das Gesicht. Der große und zwei andere Beamte preschten in der Zeit voran in das Haus.

Der Beamte verlangte unsere Personalausweise und fragte telefonisch irgendwo nach, ob gegen einen von uns etwas vorläge. Währenddessen stellte Omar ein paar Fragen an den großen kräftigen Herrn in der schusssicheren Weste. Er sagte uns, dass sie mit acht Beamten (die eigens zu diesem Einsatz aus den Betten geholt wurden) angerückt sind. Vier umstellten das Haus, während vier weitere in das Haus eindrangen. […] Dann gab er diese [die Personalausweisnummern] dann an die andere Person am Ende der Leitung weiter und merkte dabei noch anerkennend an, dass Omar fließend und akzentfrei deutsch spricht, also schon als junger Mann nach Deutschland gekommen sein müsse. Er fragte auch noch nach seinem Herkunftsland und seinem Beruf. Omar wusste nicht was die Frage soll, da er ja Deutscher ist.

Wer kann mir da noch sinnvoll erklären, wie so eine Aktion als richtig verargumentiert werden kann? Und vor allem: Wer kann da noch behaupten, dass ihn der ganze Überwachungskram nichts angeht? Denn so etwas kann ja wohl schon fast jedem passieren, bei so einer paranoiden Gesellschaft.

Noch ein paar Links dazu:

[via Spreeblick]

Eingeordnet unter: 1984
Technorati Tags: Keine Tags für diesen Eintrag

Botschaften

Es gibt keine Kommentare.


Eintrag kommentieren

Persönliche Informationen

Spamschutz:

Trackback(s)

Was ist Trackback?

Ein Trackback ist eine Art Quellenangabe. Wenn ich also in einem anderen Blog einen interessanten Eintrag sehe und ihn in meinem Weblog mit einem Eintrag kommentiere, gebe ich mit dem Trackback einen Verweis auf die Originalmeldung an. Hat jemand in seinem/ihren Weblog einen meiner Einträge kommentiert, findet man dies auch hier unter Trackbacks. Nähere Informationen zum Thema Trackback gibt es z.B. bei der Wikipedia.

Trackback URL: http://geeks-have-feelings-too.net/trackback/berwachung-betrifft-mich-nicht---beispiel-2/

Für diesen Eintrag gibt es keine Trackbacks.

Funktionsleiste

Letzte akustische Verzauberung

Clare Burson - Love Me In The Morning

Zufalls Gedanke

Linux ist wie eine Beziehung die man langsam aufbaut, und Windows ist wie der Gang zu einer Prostituierten. - pcdog (bei linuxforen.de)

Stimmungsänderung

Firefox Dieses Blog zu deinen Technorati Favouriten hinzufügen