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Montag, 09. Oktober 2006 - 23:06

"Das Gespenst" von William Shatner

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Endlich komme ich einmal wieder dazu zu bloggen und endlich kann ich einmal wieder eine Buchrezension schreiben. Ich trau mich schon gar nicht mehr, ein neues Buch anzufangen, ich habe ja noch 3 noch nicht gebloggte aber schon gelesene rumliegen.
Den Anfang macht “Das Gespenst” von William Shatner. Das Buch stellt den ersten Teil einer weiteren Trilogie dar und ist nicht, wie ich fälschlicherweise annahm, der Nachfolger von “Die Asche von Eden”.

Foto des Buch Covers

Inhalt

Kirk ist auf Chal sesshaft geworden und will nichts mehr von Technologie und Abenteuern wissen. Zumindest möchte er das zu glauben und versucht sich an das einfache Leben zu gewöhnen. Das diese 180 Grad Wendung nicht so einfach klappen kann, weiß jeder der nur eine Episode mit Kirk gesehen hat. Um seinen inneren Frieden zu finden und um eine Entscheidung zwischen dem einfachen Leben auf Chal und dem Abenteurerdasein im Weltraum zu fällen, reißt Kirk auf die Erde und gerät dort (natürlich) in das nächste Abenteuer. Er wird entführt und auf den Mond gebracht. Der interessante Punkt sind seine Entführer: Niemand geringeres als Spock und Kathryn Janeway.

Kritik

Wer die TOS-Folge “Ein Paralleluniversum” gesehen hat, wird am Cover des Buches schon gesehen haben, dass das Spiegeluniversum aus der Folge eine tragende Rolle in dem Buch spielen wird. Prinzipiell ist dies auch ein guter Ansatz, die Folge und die Konzepte dahinter waren im Fandom schon immer recht beliebt. Shatner setzt das ganze auch gut um und bringt wieder nicht nur eine x-beliebige Geschichte sondern einen ganzen Epos heraus, der nicht nur zwei Universen sondern auch drei Star Trek Serien überspannt. Das finde ich echt gelungen, auch wenn alles stark auf die Captains der jeweiligen nicht TOS-Serien begrenzt bleibt.

Wirkliche Kritikpunkte gibt es wenige. Die Geschichte ist gut durchdacht und eigentlich immer spannend. Alle Charaktere sind gut getroffen, auch wenn man merkt, dass die Stärken der Autoren einfach in der TOS-Ära liegen. So wirkt Riker beispielsweise ähnlich hölzern wie in der ersten TNG Staffel.
Leider ging mir aber dieses ganze Parallel-Universum-Gehabe aber irgendwie leicht auf den Keks. Nicht arg, aber doch etwas. Das ganze hat Potential, klar, aber die gesamte Story ist eigentlich nur auf dieser einen Idee aufgebaut, es gibt wenige B-Plots, die für sich wirklich spannend sind. Und ich finde auch, dass die Idee mit dem Paralleluniversum teilweise zu TOS mässig und unmodern auf mich gewirkt hat. Zudem das Ende nicht wirklich überraschend, aber doch mit dem Begleitgedanken Ach ne, hat er doch gemacht? kam. Ist zwar ein schöner Übergang zum nächsten Buch, aber irgendwie widerspricht es dem, was man zuvor gelesen hat und ist doch zu voraussehbar.

Bewertung

456 Seiten ist dieser erste Teil der nächsten Shatner-Trilogie lang. Das bedeutet, dass man hier auf etwas über 450 Seiten gute, spannende und durchdachte Star Trek Unterhaltung geliefert bekommt. Mehr aber auch leider nicht.
Deshalb gibt es auch genau 3 von 5 Punkte. Nicht mehr und nicht weniger.

Und auch dieses mal ist es wichtig zu erwähnen, dass die eigentlichen Autoren wohl Judith und Garfield Reeves-Stevens waren.

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