psc_stats: There was an error while add allocation for measure with ID '2342' and topic with ID '1'.Duplicate entry '2342-1' for key 1
psc_stats: There was an error while add allocation for measure with ID '2342' and topic with ID '3'.Duplicate entry '2342-3' for key 1

Aktion “Stoppt die Vorratsdatenspeicherung”

Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
Wednesday, 20. September 2006 - 07:49

Datenspuren 3: Gefahren des Web 2.0

This post is also available in english.

Dies ist der dritte Teil der “Datenspuren-Reihe”, einer Serie von Posts zur Aufklärung in der erklärt wird, wo du beabsichtigt oder unbeabsichtigt Daten hinterlässt und warum das gut oder schlecht ist. Weitere Informationen gibt es im Einleitungsartikel dieser Reihe.

Das Web verändert sich. Täglich. Stündlich... Ach, noch viel öfter und schneller. Das hast du wahrscheinlich schon gewusst. Dennoch: Das Web veränderte sich in den letzten Monaten in einer noch ganz anderen Art und Weise. Es erreichte sozusagen eine neue Evolutionsstufe. Oder wie die halbwegs Computerlinguistikkompatiblen es nennen: Das Web kommt in die nächste Version – In das Web 2.0. Zum Web 2.0 gehören viele Dienste, Anwendungen und Philosophien die du wahrscheinlich schon direkt genutzt hast: Du liest Blogs (zum Beispiel diesen hier gerade), hast dir schonmal (evtl. private) Videos bei YouTube angesehen, ein Bekannter kommuniziert mit dir per GMail, die Wikipedia ist dein neues Standardnachschlagewerk geworden und den ein oder anderen Podcast hast du vielleicht auch schonmal gehört. Wenn diese Aussagen so halbwegs stimmen, bist du mitten drin im aktuellen Hype (der eigentlich schon mehr ist als ein Hype). Warum das jetzt schlecht sein kann? Ich zeig es dir...

Die Grundvorstellung des “Erfinders” des WWWs war die eines sowohl für jeden lesbaren als auch beschreibbaren Webs. Und das ist die Entwicklung in die es geht. In einigen Minuten hast du dir ohne Programmierkenntnisse dein Blog erstellt und kannst los schreiben. Damit fängt es meistens erst an. Man kennt das von anderen Blogs oder privaten Webseiten, auf denen irgendwo noch die aktuellsten Fotos in einem extra Kasten auftauchen, (eigene) Videos auf der eigenen Webseite direkt einbindbar und abspielbar sind und man vielleicht noch einen Link oder ein anderes Special Feature eines Web2.0 Dienstes mit einbindet. Diese ganzen “coolen Dinge”™ werden von Diensten angeboten die es dir auch so einfach wie möglich machen wollen und deshalb hast du kaum Probleme, diese ganzen “coolen Dinge”™ in deine eigene Seite einzubauen. Ganz einfach, ganz selbstgeneriert und möglichst interessant.

Und was ist daran schlimm und wo verstecken sich die bösen Fallen, mit denen mich jeder ausspionieren kann?

Okay, fangen wir von vorne an. Angenommen du hast dir deine eigene Seite zusammengestellt und postest fleißig was dir in den Sinn kommt. Deine Freunde finden das toll und lesen mit oder kommentieren auch hin und wieder mal. Dir macht das ganze Spaß und du willst etwas mehr aus deiner Seite machen.
Wie schon im ersten Teil dieser Reihe gezeigt, bist du damit schonmal in den Suchmaschinen zu finden. Das ist gut, so kommen doch mehr Benutzer auf deine Seite, die sich für deinen Inhalt interessieren.
Irgendwann möchtest du deinen Bekannten ein paar Fotos von deinem letzten Zeltlager, dem Konzert von gestern oder deinem neuen Auto zeigen. Um das Ganze möglichst komfortabel zu machen, meldest du dich bei einem Dienst wie flickr an und bindest die hochgeladenen, kommentieren und eingeordneten Fotos in deine Seite ein.

Außerdem bist du Amazon Kunde und pflegst dort eine Wunschliste um den Leuten zuvorzukommen die dich jedes Jahr vor deinem Geburtstag fragen, was du dir wünschst. Die Liste ist natürlich auch noch verlinkt. Neben deiner Lesezeichensammlung, die bei del.icio.us abgelegt ist – natürlich.

So und jetzt nochmal: Warum ist das schlecht? Aus zwei Gründen:

  1. Du selbst gibst massig Informationen von dir preis. Und das freiwillig. Das ist eigentlich ganz okay, schließlich leben wohl die meisten Leser dieses Blogs in Deutschland und da gilt die Informationelle Selbstbestimmung als Grundrecht. Aber trotzdem kann dies Folgen haben. Man macht es Leuten leicht, die gezielt etwas über dich herausfinden möchten. Ob sich jemand wohl fühlt wenn zum Beispiel der Chef mitliest ist eine interessante Diskussion (zwei Beispiellinks zu genau dieser: Link1, Link2), aber im Endeffekt muss das jeder selbst entscheiden. Trotzdem muss man sich nur einmal Gedanken darüber machen, was eine komplett fremde Person sich für ein Bild von einem machen kann in dem man die oben beschriebene Seite dursucht: Man kennt aus den Beiträgen vielleicht das ein oder andere persönliche Detail, aus den Fotos kann man sich eine optische Vorstellung der Person machen und sehen ob beim letzten Urlaub schönes Wetter war. Auf der Wunschliste ist dann ersichtlich das du gerne mal das Buch “Zuckermond” lesen würdest, also zumindest hin und wieder zu erotischer Literatur greifst. Durch die Impressumspflicht auf deutschen Webseiten (auch auf privaten, meines Wissens nach) bist du dort sehr genau identifizierbar. Die Frage ist: Will man das wirklich?
  2. Thema: Web Dienste. Angenommen du hast dich bei einem Bookmarkingdienst wie del.icio.us angemeldet und sammelst in Zukunft fleißig Links über interessante Artikel oder Produkte die dir gefallen. Du vertraust damit relativ persönliche Daten einer Firma an, die natürlich Einsicht in diese Daten hat. Und je nach Philosophie dieser Firma, werden diese Daten vielleicht auch für anderweitige Zwecke genutzt. Da man dort meistens mit seiner E-Mail Adresse (und je nach Anbieter auch anderen kritischen Daten) gemeldet ist, läge es doch nahe, dass die Firma deine gesammelten, kommentierten und getaggten Datensätze in einer Art Nutzerprofil, gebündelt mit deiner E-Mail-Adresse und vielen anderen Nutzerprofilen und E-Mail-Adressen, an Werbefirmen, Agenturen, oder noch schlimmer, an Spammer verkauft. Das beste Beispiel ist Google, vor allem GMail. Denn, mit den ganzen Diensten die Google so anbietet lassen sich massenweise Daten von einem sammeln. Aus diesem Grund empfehle ich jedem die Datenschutzbestimmungen solcher Dienste unbedingt zu lesen und eventuell bei Unklarheiten nachzufragen. Das ist zwar meist etwas nervig und trocken, aber die Bestimmungen sind meistens nicht so lange wie z.B. AGBs von Webshops. In vielen solcher Datenschutzbestimmungen gibt es meist eine Klausel, dass die Daten eventuell Dritten oder Partnerfirmen zugänglich gemacht werden. Wenn dem so ist, nehmt die Finger weg und sucht euch eine Alternative! Solche Richtlinien sind übrigens auch der Grund warum ich keinen Flickr Account habe und warum ich als Social Bookmarking-Dienst Spurl verwende.
Eingeordnet unter: Geeky Kram

Botschaften

Es gibt keine Kommentare.


Eintrag kommentieren

Persönliche Informationen

Spamschutz:

Trackback(s)

Was ist Trackback?

Ein Trackback ist eine Art Quellenangabe. Wenn ich also in einem anderen Blog einen interessanten Eintrag sehe und ihn in meinem Weblog mit einem Eintrag kommentiere, gebe ich mit dem Trackback einen Verweis auf die Originalmeldung an. Hat jemand in seinem/ihren Weblog einen meiner Einträge kommentiert, findet man dies auch hier unter Trackbacks. Nähere Informationen zum Thema Trackback gibt es z.B. bei der Wikipedia.

Trackback URL: http://geeks-have-feelings-too.net/trackback/datenspuren-3-gefahren-des-web-20/

Für diesen Eintrag gibt es keine Trackbacks.

Funktionsleiste

Letzte akustische Verzauberung

Clare Burson - Love Me In The Morning

Zufalls Gedanke

'Mr. Worf, scan that ship.'
'Aye, Captain... 300DPI?'
- [ETA]Akki (planet3dnow.de forum)

Stimmungsänderung

Spambot-Futter

Zur Zeit nicht verfügbar.

Firefox Dieses Blog zu deinen Technorati Favouriten hinzufügen