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Samstag, 21. April 2007 - 14:27

“Der Rächer” von William Shatner

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Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Deshalb sind Trilogien vielleicht so erfolgreich. Und vielleicht stehen deshalb die letzten Teile einer Trilogie meistens unter einem besonderen Stern? Ob dies auch auf die erste Star Trek-Buch Trilogie von William Shatner zutrifft, werden wir sehen.

Foto des Buch Covers

Inhalt

Die Enterprise-E hat einen ungewöhnlichen Auftrag: Sie ist Teil einer Blockade von Schiffen, die verhindern soll, dass andere Schiffe in den Raumsektor eintreten oder ihn verlassen, da ein Virogen ausgebrochen ist, dass die ganze Bevölkerung der Föderation vernichten könnte. Als es zu einem Zwischenfall mit einem anderen Föderationsschiff kommt, dass sich in diesem selbst zerstört, stoßen Captain Jean-Luc Picard und seine Mannschaft auf mehrere Rätsel, die auch irgendwie mit dem Virogen zu tun haben und es stellt sich heraus, dass das Virus eine Tat von einer Gruppe Terroristen ist.

In Die Asche von Eden hat sich James T. Kirk unsterblich in die Halb-Klingonin, Halb-Romulanerin Teilani verliebt. Teilani liegt auf ihrem Heimatplaneten Chal, auf dem ebenfalls der Virus ausbrochen ist, im Sterben. Wenige Tage vor Ihrem Tod, taucht allerdings ein vulkanischer Heiler mit einigen Blättern auf, die den Krankheitsprozess zumindest anhalten. Doch die ausweichende Art des Heilers und das alleinige Interesse an Teilani lassen die Sternenflottenoffizieren auf Chal denken, dass auch hier nicht alles mit rechten Dingen zu geht und dieser Heiler mehr über das Virus weiß, als er sagen will...

Kritik

Der letzte Band der ersten Shatner Trilogie – Da erwartet man etwas großes, bombastisches, nie da gewesenes – und einige Antworten auf Fragen, die in den ersten beiden Teilen aufkamen.
Und Shatner hat es wirklich sehr gut gemacht: Es geht um nichts geringeres als um den Untergang der Föderation. Aber nicht über die “üblichen Angreifer”, sondern über einen Virus, der allerdings dann doch nicht so ganz natürlich ist, wie er erscheint.

Das Buch hat alles was Star Trek ausmacht und vieles was speziell das Medium Buch machen kann, in den Folgen aber nicht möglich ist: Die Borg, einige spezielle Borg, Kirk und Picard in einer Story, eine ausführliche Handlung, Liebe, Humor und so weiter.

In typischer Shatner-Manier bringt er schön viele gute Eigenschaften und Charaktere von TOS und TNG zusammen. Auch einige neue Charakter kommen hinzu, die gut in die Geschichte passen und deren teilweise vorhandene Verbindungen in die Vergangenheit von Kirk und Co sind ebenfalls eine sehr gute Idee gewesen.
Spock bekommt diesesmal einen großen C-Plot, der viel Einblick in die Vergangenheit von ihm und seinen Eltern gibt. Dieser Teil hat Anfangs nicht wirklich etwas mit den anderen beiden Handlungssträngen zu tun, wirkt aber trotzdem nicht “fremd”, sondern spielt seine Rolle.
Auch von Kirks Vergangenheit bekommt man einiges Teil zu lesen: Dies bringt auch wieder einige Anspielungen und sogar einige zusammenhängende Seiten an Gedanken über Ereignisse hervor, die in alten TOS-Folgen vorkamen und in denen Kirk seine damaligen Entscheidungen überdenkt.

Zum Ende hin wird das ganze schon fast philosophisch, als Kirk über die Handlungen seiner Gegner nachdenkt, ob er sie nicht sogar verstehen kann. Zu diesen Teilen habe ich die Theorie, dass Shatner vielleicht dachte, dass dies vielleicht seine letzten Handlungen als Kirk sein könnten, da die Trilogie ja endete und er vielleicht zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass er noch einige Bücher schreiben darf. Entsprechend sentimental klingt das ganze auch, was aber einfach nur die Menschlichkeit des Captains betont – Ich fand's gut.

Einige wenige Kritikpunkte gibt es schon auch: Einige Situationen sind einfach zu leicht zu lösen.
Natürlich ist eine Gefängnisszelle deren Insassen die Namen Kirk und Spock tragen nicht sicher. Aber so einfach wie im Buch dargestellt sollte der Ausbruch dann doch nicht sein. Immerhin reden wir da über sehr moderne Holotechnologie, die in der Post-TNG-Ära entstand. Diese sollte nicht so leicht austricksbar sein.

Auch die Idee, das Spock irgendwann seine Menschlichkeit in einem so extremene Maße annimmt und schon fast kein richtiger Vulkanier mehr ist, ist mir persöhnlich etwas zu “unrealistisch”. Ja, es ist Spck zuzutrauen, das er im Alter menschlicher wird und die Logik etwas weniger seine Handlungen diktiert. Aber er reagiert in diesem Buch schon fast wie ein Mensch.

Und der größte Fauxpas: McCoy ist wieder dabei. Das hat mir im letzten Buch schon nicht gefallen und das war auch in diesem nicht nötig und eigentlich schon etwas lächerlich: Zwei geniale Föderationsärzte meinen sie brauchen für ein gewisses Experiment einige Wochen und plötzlich kommt McCoy durch die Tür und schon nach wenigen Stunden sind die Ergebnisse vorhanden. Deshalb sage ich: Lasst McCoy endlich sterben. So sehr ich den Charakter auch mag, das ganze ist einfach zu aufgesetzt und man hat immer den Eindruck Shatner mache das allein aus dem Grund, dass das alte Trio wieder zusammen ist.

Bewertung

Der letzte Teil der Trilogie bringt es mit seinen 424 Seiten nicht nur zu einer guten Story und einem würdigen Abschluss, sondern auch zu einem Buch, das den Namen Star Trek zu recht trägt: Es gibt nicht nur gute Unterhaltung sondern hat auch einige nachdenklich machende Teile. Nach dem Ende des Buches habe ich noch einige Zeit über die letzten Seiten nachgedacht, in denen es in gewisser Weise um so aktuelle Themen wie Terrorismus und die Frage “Sind einige Überzeugungen für die andere sterben würden wirklich richtig oder falsch?” geht.

Deshalb bekommt das Buch von mir 3,5 von 5 Punkte.

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