Kurztest: Große Binärdateien mit Subversion versionieren
Habe gerade mal einen Schnelltest gemacht. Eine 380 MiB große Photoshop Datei in ein leeres Subversion Repository geschmissen und committed. Anschließend ein paar kleine Änderungen gemacht und gespeichert. Die neue Datei ist etwas kleiner (0,6 MiB). Hier erfolgte der zweite Commit. Der Diff ist 55,4 MiB groß und die Übertragung dauert gute fünf Minuten (lokaler SVN Server über https).
Interessanterweiße ist das Repository auf dem Server nur 313 MiB groß.
Fazit: Überraschenderweise ist der Diff recht klein, die Übertragungszeit aber einfach zu hoch. Subversion ist für ein Rudel Mediendesigner also keine gute Idee, auch wenn es so viele Probleme behoben hätte. Wirklich schade.
Botschaften
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Aber was hast du denn erwartet? Bei CVS gabs ja noch nicht mal ein Binary Diff, da wäre dein Repository jetzt schon explodiert. Man bräuchte halt ein "intelligentes" Diff, das je nach Art der Datei die wirklichen Änderungen (z.B. Photoshop-Aktionen oder so was) nachzieht.
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Naja, ich bin nur etwas erstaut, dass die Übertragungszeit so hoch ist.
Und dass das PSD Format intern anscheinend so aufgebaut, dass ein paar kleinere Änderungen schon in einem Diff resultieren der ein sechstel der Dateigröße ausmachen kann.
Letzteres ist nicht so tragisch. Wenn man einen SVN für Grafiker machen würde, müsste man eben die Festplattenkapazität deutlich höher ansetzen als bei einem normalen Datenserver auf FTP oder SMB Basis. Speicher ist ja recht billig, dass kann man auch dem Kunden gut erklären.
Warum das Übertragen der Datei allerdings statt 30 Sekunden fünf Minuten braucht ist dann schon schwer verargumentierbar.
N8
Phil -
Der Aufbau von PSD-Dateien wird in http://www.fileformat.info/format/psd ganz ausführlich beschrieben. Ich habe das Problem mit den Binary Diffs übrigens auch mit Java-Libraries in Jar-Files gehabt - oder habe es immer noch. Komprimierte Dateien sind halt auch nicht geeignet für sowas.
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