P.S.: Ich liebe dich – Der Film
…hat mit dem Buch recht wenig gemeinsam. Alle die gerne in den Film gehen würden, weil sie das Buch so toll fanden, sollten es also möglichst schnell aus dem Kopf verbannen. Insgesamt wundert mich es, wie man so eine schöne Vorlage mit so einer filmischen Umsetzung versauen kann und warum man überhaupt einen Film basierend auf einem Buch macht, wenn man dann so gut wie alle Vorgaben über den Haufen wirft. War es im Buch zum Beispiel so, dass die gesamte Geschichte in Irland spielte – mit Ausnahme des Teils, in dem Holly zu einem Strand-Urlaub geschickt wurde –, findet im Film alles in Amerika – und der Urlaub in Irland – statt.
Die erste Hälfte des Films ist für mich nur eine Art Vorschau gewesen, wie der kommende Sex and the City Kinofilm wohl aussehen wird, gegen Ende wird es allerdings besser, da man nicht mehr versucht hat, den Zuschauer mit völlig klischeehaften und absurden Situationen zum Lachen zu bringen, sondern mehr Wert auf Gefühle und auf die Beziehungen der Charaktere zueiander gelegt hat. Am Ende sind die Emotionen dann auch beim Zuschauer angekommen, auch wenn es weniger die Herzzerreißenden waren, die das Buch bestimmt haben.
Hillary Swank gibt eine halbwegs gute Leistung ab. Die Frau ist einfach eine gute Schauspielerin, die, meiner Meinung nach, nicht durch ihr Aussehen, sondern absolut nur durch ihr schauspielerisches Können beim Zuschauer gut ankommt. Wie auch schon in Freedom Writers hinterlässt sie damit einen guten und für mich auch sehr inspirierenden Eindruck. Leider wurde die schauspielerische Leistung durch die Auswahl der deutschen Synchronstimme massiv in Mitleidenschaft gezogen. Wer die deutschen Synchronisationen von Annie Spadaro aus Caroline in the City oder Bart Simpson (in seinen hysterischen Lagen) kennt, kann sich vorstellen wie unpassend das in so einem Film ist.
Die restlichen Schauspieler waren eher durchschnittlich, eine absolute Fehlbesetzung war allerdings die Rolle von Lisa Kudrow, den meisten als Phoebey aus Friends bekannt, die meiner Meinung nach nur dazu da war, das Dummchen zu spielen und den ein oder anderen blöden Lacher zu generieren.
Mehr ist eigentlich nicht zu sagen. Außer vielleicht, dass eine XXL Tüte Popcorn auch für mich einfach zu groß ist und das man diesen Film vielleicht nicht zur “Prime Time” sehen sollte, da der Anteil der kreischenden und ständig plappernden Frauen (beziehungsweise deren meckernden, mitgeschleiften Männer) einfach zu hoch ist.
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