Rezension: Dream Theater - Systematic Chaos
Der mittlerweile neunte Langspieler “Systematic Chaos” der New Yorker Band ist schon seit einiger Zeit bei uns zu haben. Wie sich die Scheibe allgemein und im Gegensatz zum von mir sehr geliebten Vorgänger schlägt, erfahrt ihr hier in der Rezension.
Systematic Chaos ist wie jedes Dream Theater Album – nur schlimmer. Während ich zum Beispiel Octavarium anfangs nur langweilig fand, war Systematic Chaos schlicht und einfach unhörbar. Zu hart, zu viel von Korn und zu wenig von Liquid Tension Experiment. Haudrauf und stimm die Gitarre tiefer.
Eigentlich überraschend, dass man das immer noch nicht weiß, aber es braucht also etwas Zeit, bis man sich daran gewöhnt. Mehr als das bei Train Of Thought der Fall war. Denn Systematic Chaos stellt in der Reihe der dunkleren und härteren DT Alben den aktuellen Höhepunkt dar, was eben diese Attribute betrifft.
Dabei fängt es gar nicht so schlimm an. “In the Presence of Enemies Pt.1” könnte auch fast zum Vorgängeralbum gehören, wenn man mal vom ungewöhnlichen Klang (den einige als schlechte Aufnahme bezeichnen) des gesamten Albums absieht. Verwunderlich ist die Aussage der Band, dass genau dieser Track einen guten Opener abgeben würde, denn der Einstieg ist ziemlich direkt. Der zweite Teil des Stücks findet sich am Ende des Albums wieder. Am besten lassen sich die beiden Tracks allerdings direkt nacheinander hören.
Wie es harte Alben nun einmal so an sich haben, könnte einem etwas die Melodik fehlen. Tatsächlich besticht auch Systematic Chaos eher durch tiefes Gitarrengeschrammel in unrythmischer Reihenfolge. Jordan Rudess‚ bringt sich allerdings viel mehr in den Vordergrund, als das bei ähnlichen Dream Theater Alben vorher der Fall war, um mal wieder den Vergleich zu Train Of Thought aufzugreifen.
Freunde des Schrammel- und Schreimetals wird dieses CD aber schon eher zusagen, denn mit “Constant Motion” und “The Dark Eternal Night” fallen die zwei besten und eingängsten Songs in genau diese Kategorie. Was nicht heißen soll, dass diese Tracks unprogressiv sind, denn zumindest letzterer enthält einen der technisch besten und längeren Instrumentalparts der Scheibe.
Und dann währe da noch der neue zweite Leadsinger, den man schon aus der Rythmusabteilung von DT kennt. Ja, Portnoy hat früher schon gesungen, so viel wie hier war es aber eigentlich noch nie. Gerade in “Constant Motion” und in “Prophets of War” zeigt sich, dass dies auch gar keine schlechte Entscheidung war (auch wenn sich der Gesang in “Constant Motion” viel zu sehr nach Metallica anhört).
Die berühmte Stelle an der DT sich selbst zitiert besteht diesesmal fast aus einem gesamten Song: Repentance. Die bekannte Stelle stammt, wie schon bei “Octavarium”, aus “This dying soul” aus dem Train Of Thought Album. Interessanterweise singt Portnoy hier den ersten Teil (Hello mirror / so glad to see you my friend / it's been a while
) und das fällt erst bei genauem hinhören auf. Nicht nur der Text, sondern auch die Melodie werden hier mit nur leichten Abwandlungen übernommen. Recht viel mehr innovatives findet man in diesem Track auch nicht: Ein Gitarrensolo und ein durch viele Samples in die Länge gezogenes Ending sind im Grunde genommen alles, was dann übrig bleibt. Auch wenn die Samples von vielen Größen aus der Szene gesprochen werden, reicht das meiner Meinung nach nicht aus um einen fast 11-minütgen Track zu füllen, da ist man wirklich innovativeres von der Band gewohnt. Klarer Tiefpunkt.
Viel besser wird es danach mit “Prophets of War” auch nicht, es sei denn man steht zufälligerweise noch auf die Pet Shop Boys. Lediglich die Bridge, die mit dem “Chor” einer Gruppe von DT-Fans sehr gut klingt, rettet das Stück. Auf der Making Of DVD gibt es übrigens das passende Video, wie diese Teile mit den Fans aufgenommen wurden. Allein dafür lohnt sich die DVD schon, sehr lustig. Ein weiteres kleines Plus ist der Text, der einzige den James LaBrie diesesmal zugesteuert hat.
Ganz klassisch für Dream Theater Verhältnisse verhält sich auch “The ministry of lost Souls” welches quasi eine härtere Version von Octavarium sein könnte: Leichter Einstieg, alles sehr symphonisch, klasse Instrumentalpart, sehr bombastisches Ende. Nicht mehr, nicht weniger.
Fazit
Meiner Meinung nach leistet sich Dream Theater auf diesem Album nur einen Ausrutscher und der Rest des Albums ist auf konstant bekanntem Niveau, auch wenn kein Teil dabei ist, der bandhistorisch nicht vergessen werden darf. Ob man den Härtegrad mag, ist geschmackssache. Deshalb bleiben meiner Meinung nach 3 von 5 Punkte übrig.
Botschaften
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geil! endlich mal einer schreibt über dream theater!
ich muss dir recht geben, der einfluss von LTE fehlt mir auch etwas. obschon ich auch das härtere zeug von DT eigentlich sehr gerne höre. meiner meinung nach eine gute scheibe, die 3 punkte sind völlig ok. für alles andre gibts ja noch die LTE alben - und die zählen ungeschlagen zu den besten cd's in meiner sammlung. biaxident, when the water breaks und paradigm shift lassen grüssen
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Ja, die LTE Alben, sind wirklich die zwei Alben die mich bisher am meisten beeinflusst haben (musikalisch), wobei ich die experimentellen Sachen da sehr gerne mag: Das Ending von Universal Mind, Chris and Kevin's Excellent Adventure, Another Dimension…
Ich hoffe allerdings, dass das nächste Album wieder etwas Härte verlieren wird. Ich denke es würde zu eintönig werden, wenn sie wieder so etwas machen würden. Aber da DT ja nie zweimal das gleiche hintereinander gemacht hat, sehe ich das positiv.
Ciao
Phil -
I would like to respond to the inept non musical
fool that a.has no taste in music, b. can't spell, and c. has his head up his ass so far he can see what he's about to eat for dinner.
1st off Dream Theater is one of the most technically profecient bands in the prog metal
scene. And to compare them to Korn???? W.T.F.?
The guys in Korn aren't even qualified to be their roadies, or even do their laundry. Worser?? did you make it past 4th grade?
Obviously you must be into music like Hannah Montana and Brittney Spears. And even though you compare the song Constant Motion to Metallica, they are nothing alike. I am a professional musician, and let me tell you Metallica
" even though they are an o.k. band" has no where as much talent as D.T. I will agree with you on one point, It is not D.T.'S best work. but still very good. So why don't you go back to your parents basement put on your headphones,
take a whole bottle of sleeping pills, put on Flock of seagulls and die.
Svengali. -
i agree with everything svengali said!
and.. WTF?
you totally forgot to mention the best fucking song of this album: FORSAKEN !!?!
it´s awesome, catchy, not too extensive and a milestone of their art!
The next time you try to tell us your simpleminded opinion wether you like an album or not, take the effort and listen to all of the songs! -
LAME REVIEW, GREAT ALBUM.
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I agree 100% with svengali. If you are not academically sound enough to type out a review of a great album without making more than 0 typos, you aren't worthy to lick the bottoms of Dream Theater's shoes after they walked through a cow field. You are also unworthy of posting a review on a site called "Geeks Have Feelings Too" for obvious reasons. You may feel that it is your solemn duty to "critique" albums for "the benefit of the fans," but you fail to realize that a fan of Dream Theater because THE ALBUM IS DREAM THEATER! Too many people get on DT's back because they change their sound up on different albums, but if they had the same sound on their albums, they'd get the business for that too. Fans like you are impossible to please because you insist on perfection (which DT is very close to achieving). So you don't enjoy Dream Theater, big deal. Neither does my girlfriend. But she doesn't write reviews on great albums and pretend to know what she's talking about. Another thing I'm sick of is everybody's obsession with Metallica and Led Zeppelin and whoever else from back in the 80's or 70's. The only reason those bands were famous was because they were the best bands of their time. There was nothing else worth listening to. HOWEVER, modern bands like Dream Theater have more instrumental skill than Metallica. It is unquestionable. People simply refuse to let go of the old belief that nothing will ever defeat Metallica. It's ridiculous. Now why don't you climb your old, termite-worn staircase and emerge from you dark, dank parent's basement and ask your mom to fix you up a plate of Ritz crackers with peanut butter and mayonnaise instead of slandering DT? Thanks.
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