Aktion “Stoppt die Vorratsdatenspeicherung”

Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
Samstag, 16. Mai 2009 - 10:42

Star Trek 11 Review

Vorsicht, enthält Spoiler.

Star Trek has been reborn, and it is SPECTACULAR.

Gestern dachte Ich schon fast, ich könnte mich abends zurücklehnen und einfach nur Wils Review verlinken und damit wäre alles gesagt. So leicht ist es dann aber doch nicht. Was Wil allerdings noch verstärkt, ist das Verständnis, dass mir zuerst gefehlt hat. Aber der Reihe nach.

Ich sah also vor über einer Woche Star Trek 11 – und war schockiert. Ich meine, Vulkan! Und Spock! Uhura! Also Uhura – und Spock! Und dann noch diese Chekov Parodie. Und der Kanon erst.
Naja, ich gebe zu, beim ersten mal sehen, habe ich nicht alles verstanden, zu sehr war ich damit beschäftigt über den Kanon nachzudenken und halbwegs mitzubekommen, was auf dieser 600qm Leinwand passiert.

Eine zweite Chance musste also her. Und siehe da, auf einmal erkenne ich Ansätze des Gefühls, das wohl am besten durch den eingangs erwähnten Tweet von Wil Wheaton beschrieben wird. Und irgendwie habe ich Verständnis: War vor dem 06. Mai meine größte Sorge noch ein Reboot des Universums, kann ich mittlerweile zumindest verstehen, dass dieser Schritt aus den Augen von JJ Abrams und Co nötig gewesen sein muss. Paramount macht keine Kleinigkeiten, wenn diese Kleinigkeit ein Star Trek im Namen haben soll. Also ist die Wahl zwischen Option A (eine etwas radikalere Neugestaltung von Star Trek) ganz klar der Option B (der offizielle Star Trek Tod nach 40 Jahren) vorzuziehen.

Und irgendwie bin ich sogar optimistisch, dass auch das neue Star Trek den “alten Trekkies” gefallen könnte: Man mag die optischen Anleihen beim Gegner ablehnen, inhaltlich hat sich der neue Film gar nicht so weit weg von der uns bekannten Zeitlinie dargestellt. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir auch zugeben, dass in früheren Filmen nicht die ganz großen Roddenberry-Zaunpfähle geschwenkt, sondern mehr auf Action gesetzt wurde (zumindest bei den erfolgreicheren). Behält man das im Hinterkopf erstaunt es, wenn Pike relativ ausführlich erklärt für was die Föderation stehe und auch die symbolische offene Hand, die young Kirk ™ dem Gegner am Ende noch entgegenstreckt, zeigen doch deutlich, dass new Star Trek gar nicht so weit weg ist von old Star Trek.

Insgesamt hat man sich viel Mühe gegeben, die alten Fans mit ins Boot zu holen: Endlich wissen wir wie Kirk den Kobayashi-Maru-Test bewältigt (anders als das Game Starfleet Academy behauptet). Klassiker wie die mehrmalige Erwähnung der Ich bin Arzt und kein…-Floskel, der Tod des Red-Shirts und, für die ganz Harten, die Enterprise Referenz mit Admiral Archer sorgten für eine hohe Dichte an Anspielungen. Den Machern kann also keine Ignoranz gegenüber der alten Fanbase vorgeworfen werden.

Eigentlich stehen wir Trekkies ja auch etwas im Ruf, optimistisch in die Zukunft blicken zu können (zumindest behaupten wir das gerne). Würden wir diesen Optimismus jetzt nicht auch auf die Zukunft der Serie beziehen, die uns selbst diese Ansicht überhaupt gebracht hat, wäre das wohl so etwas wie Selbstbetrug. In der Tat, bin ich nach der zweiten Chance, die ich dem Film gab, sehr optimistisch und freue mich auf alles was da noch kommen wird, in der Hoffnung, dass die grundsätzlichen Star Trek Werte immer noch vorhanden bleiben.
Wie gut so ein Reboot klappen kann, hat Ronald Moore mit BSG gezeigt. Und dort gibt es (AFAIK) bis heute keine Erklärung, wie die alte Serie zur neuen passen könnte (eigentlich gar nicht, aber woher kommt dann diese Zeichnung der alten Zylonen Modelle im Pilotfilm? Okay, ganz andere Baustelle…). Das Team von ST11 hat es aber geschafft einen Reboot zu machen, der sich gar nicht wie einer anfühlt und der sich auch noch in den bisherigen Kanon einreiht. Was will man als Fan mehr? (Jaja, einen DS9 Film, die leider nicht umgesetzte Szene mit Shatner und die Verfilmung von Q2, aber “won't happen”, ist klar).

Über Filmdetails ließe sich jetzt streiten: Musste Neros Schiff wirklich so groß sein? War die Geburt von JTK zu schmalzig (Nein.)? Musste Winona Ryder wirklich so ungewohnt aussehen? Hätte nicht ein bisschen weniger Action und Gewackel und Lens Flare Effekte auch gereicht? Warum mogelt sich ein Mobiltelefonhersteller in verdächtig viele Geek Filme? Und so weiter. Naja, wenn man Punkte zum Mäkeln finden will, findet man diese auch, das trifft wohl auf alle Filme zu. Leider machen wir die Filme ja nicht selbst, so ergeben sich automatisch kleine Meinungsverschiedenheiten zwischen Machern und Zuschauer. Ich kann keine großen Probleme (mehr) sehen, bin glücklich darüber, dass ich endlich mal wieder einen Film gesehen habe, der im Verdacht steht pro Iteration neue Erkenntnisse zu bringen (“ach, so war das!” ) und bin einfach mal extrem gespannt, wie es weitergehen wird mit dieser Crew.

Nur das Chekov auch im englischen sprachlich ebenfalls wie seine eigene Parodie wirkt ist schwer verschmerzbar… Und Spock und Uhura und die nicht vorhandene Ähnlichkeit von Ben Cross mit Mark Lenard - und überhaupt! (Smiley: zwinkern)

Eingeordnet unter: Geeky Kram, Moviez
Technorati Tags:

Botschaften

  1. Star Trek rockt (Website) schrieb am 23.02.2014 - 04:47:59
    Also mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Finde die ständigen Streitereien zwischen alten und neuen Fans auch ziemlich anstrengend. Man kann ja auch beides mögen.

Eintrag kommentieren

Hinweis:
Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert.

Trackback(s)

Was ist Trackback?

Ein Trackback ist eine Art Quellenangabe. Wenn ich also in einem anderen Blog einen interessanten Eintrag sehe und ihn in meinem Weblog mit einem Eintrag kommentiere, gebe ich mit dem Trackback einen Verweis auf die Originalmeldung an. Hat jemand in seinem/ihren Weblog einen meiner Einträge kommentiert, findet man dies auch hier unter Trackbacks. Nähere Informationen zum Thema Trackback gibt es z.B. bei der Wikipedia.

Trackback URL: /trackback/star-trek-11-review/

Die Trackback-Funktion wurde deaktiviert.

Für diesen Eintrag gibt es keine Trackbacks.

Funktionsleiste

Letzte akustische Verzauberung

Clare Burson - Love Me In The Morning

Zufalls Gedanke

Erst wenn das letzte Spiel indiziert, der letzte Film verboten und das letzte Buch verbrannt wurde, werdet Ihr merken, dass Ihr Eure Kinder auch erziehen müsst.

Stimmungsänderung

Firefox Dieses Blog zu deinen Technorati Favouriten hinzufügen